
Für die beiden Inhaber und Geschäftsführer, Andrea Sonnberger und Michael Moßbacher, ist eines klar – sie möchten ausschließlich Bio-Produkte anbieten, um auf diesem Weg konsequent und nachhaltig die Umwelt zu schonen. Doch dieser Weg beinhaltet für beide auch eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Team, den Partner-Erzeugern und Kunden. Verantwortung, die das Byodo Team bis heute trägt und gerne lebt.
Unser konsequentes Bio-Engagement spiegelt sich auch im Firmengebäude wider. Mit Hilfe neuester Technologien konnten wir unser Ziel erreichen – den kompletten Verzicht auf fossile Brennstoffe. So gelingt es uns, mit diesem neuen und auch architektonisch besonderen Bauwerk nachhaltig die Umwelt zu schonen. Wir sind sehr stolz darauf, dass unser umfassendes Energiekonzept bereits mehrfach ausgezeichnet wurde und über die Grenzen Deutschlands hinaus als Vorzeigeprojekt gilt.
Die Versorgung und Funktion der Heizung, Lüftungs- und Klimaanlage wird über eine Wärmepumpe sichergestellt, die mit Grundwasser aus einer Tiefe von 8 m gespeist wird. Für den Antrieb der Wärmepumpe beziehen wir Ökostrom aus Wasserkraftwerken.
In der Betondecke sind 5.500 m Kunststoffrohre verlegt. Mit dem Durchfließen von Wasser wird so die Grundlast in unseren Büroräumen zur Beheizung im Winter und zur Kühlung im Sommer gewährleistet.
Das übrige Lüftungskonzept basiert auf einem kontrollierten Belüftungssystem. Über die Wärmepumpe wird Frischluft vor der Zufuhr in die Räumlichkeiten erwärmt. Mittels einer installierten Wärmerückgewinnung wird die verbrauchte Luft wieder aufbereitet.
Unser Wintergarten dient als Wärmepuffer. Durch die gewonnene Überschusswärme wird im Winter und in der Übergangszeit die Lagerhalle mit einem Volumen von 30.000 m³ beheizt.
Die Begrünung unseres Bürodaches ist eine zusätzliche Maßnahme, um darunterliegende Büroräume in den Sommermonaten kühl zu halten. Zudem leistet diese Pflanzenwelt einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Kleinklimas.
Die spezielle Konstruktion unseres Hallendaches ist eine Kombination aus einer Holzunter- und Holzoberseite mit einer dazwischenliegenden Steinwollschicht. Bilder einer Wärmebildkamera zeigen nahezu Niedrigenergiestandard – eine echte Rarität im Industriebau.
Auf einer Fläche von 200 m² befindet sich in der Verlängerung des Wintergartens unsere Photovoltaik-Anlage mit einer Netzeinspeisung von mehr als 16.000 kWh pro Jahr. Durch die Verwendung von Ökostrom gewinnen wir bereits mehr CO2-freie Energie, als tatsächlich verbraucht wird.
Ein Regenwasserspeicher versorgt unseren ökologisch angelegten Garten und Teich mit Wasser.
Auf einer Wandfläche von 300 m² fällt auf der Süd/Ost-Seite unseres Gebäudes angenehm leicht orangenes Licht in die Lagerhalle und verringert dadurch den Einsatz von künstlichem Licht erheblich. Dieses speziell gefertigte Wandelement reflektiert steil einfallende Sonnenstrahlen im Sommer. Niedrig einfallende Sonnenstrahlen in den Wintermonaten werden hingegen durchgelassen und erwärmen die Halle.
Die Produktion unserer Bio-Feinkostprodukte soll zunehmend CO2-neutral gestaltet werden. Aktuell möchten wir die Kohlendioxid-Emissionen ausgleichen, die durch Autofahrten und Flüge zu unseren Kunden und Lieferanten entstehen.
Für Byodo erschien die Lösung, Bäume für den CO2-Ausgleich zu pflanzen, am sinnvollsten. Ein Baum bindet CO2; zusätzlich produziert er Sauerstoff, filtert Staub aus der Luft über sein Blätterdach und das Wurzelwerk ist ein idealer Wasserspeicher.
Startschuss dieses mehrjährigen Projektes war die Bepflanzung der Kleingartenanlage des Gartenbauvereins Mühldorf. Ende Oktober wurden dort 100 alte Obstsorten gepflanzt und bilden dort eine bunte Streuobstwiese.
Für die kommenden Jahre sind wir – auch in Zusammenarbeit mit dem BUND Mühldorf – auf der Suche nach weiteren nachhaltigen Projekten dieser Größenordnung, um das Ziel für den CO2-Ausgleich in naher Zukunft erreichen zu können.
Bio-Honig für die Region - aus der Region! Das ist das Motto, unter dem unser Bio-Bienen Projekt, das im Sommer 2011 gegründet wurde, steht. An aktuell drei Bienenvölkern auf dem Werksgelände werden mit Unterstützung von verschiedenen Imkervereinen der Region Nachwuchsimker in der ökologischen Bienenzucht geschult.
Gemeinsames Ziel ist es der Bio-Imkerei zur Selbstverständlichkeit zu verhelfen und so zu erreichen, dass der regionale Bedarf nicht mehr durch Bio-Honig aus dem Ausland gedeckt werden muss, sondern durch heimischen Honig abgedeckt werden kann.
Aktuelle Informationen zum Projekt und nähere Informationen zur biologischen Bienenhaltung finden Sie auch im projektbegleitenden Blog unter www.honig-ok.de.